Sisterhood Manifesto

Das Sisterhood Manifesto ist die Grundlage, wie wir miteinander umgehen und miteinander leben möchten. Zusammengetragen wurde es von Schwestern, die auf Korfu mehrere Wochen gemeinsam praktizierten.

 

Wir üben uns darin, diese zu verinnerlichen, lebendig werden zu lassen. Und wie ich finde, wichtig zu wissen, es sind keine Richtlinien, sondern Leitlinien, an denen wir uns orientieren dürfen. Jede Frau, die das erste Mal in den Tempel kommt, erhält ein Exemplar, dass sie mit nach Hause nehmen darf. Mittlerweile übergebe ich diese Leitlinien auch Frauen, mit denen ich außerhalb det AWI Kreise zusammenkomme und zusammenarbeite, mit der Idee und dem Wunsch, dass sich diese Kultur noch mehr in der Welt verbreiten möge. An den Tempelabenden ist es zu einem schönen Ritual geworden, das Sisterhood Manifesto vorzutragen.

 

 

Heute möchte ich gerne von mir und meinen aktuellen Erfahrungen mit dem Sisterhood Manifesto berichten.

Seit sieben Wochen, praktiziere ich, im Rahmen einer 10 Wöchigen Online Sadhana, mit dem Satz:

"Ich werden um Unterstützung bitten, wenn ich sie brauche."

 

Vielleicht kennst Du den Glaubenssatz, dass ich es besser alleine mache.... aus der Überzeugung heraus, dass ich es kann, vielleicht aus der Erfahrung der Zurückweisung oder der Enttäuschung. Angst sich verletzlich zu zeigen und erneut Verletzung zu erfahren.

 

Einfach meinem Gefühl vertrauend, entschied ich mich damit zu gehen. Jedenfalls ohne zu wissen warum gerade dieser und ohne viel Erwartungen. Einfach diesem Gefühl des, ja der ist es, in mir vertrauend. Zum Einen empfinde ich dies, als eine Einladung, ein Ruf, noch nährer zu kommen, tiefer zu gehen. Es ist immer eine Reise die sich antrete, ohne wirklich zu wissen, was auf mich wartet.

 

Jetzt wird mir gerade auf unterschiedlichen Ebenen in meinem Leben gezeigt, wo ich Hilfe und Unterstützung bislang vermied, in welche Bereiche ich sie noch mehr einladen darf und aufgezeigt, wo sie schon vorhanden ist.

 

Beispiele:
Ich übergebe im Gebet nun viel mehr noch der grossen Göttin, lege mich ihr meine Anliegen, Hindernisse, Schmerzen, Gedanken, Visionen zu Füssen. Bitte um Hilfe und Ihren Segen.

Ich bin am Staunen, welche neuen Ideen, Lösungen auf einmal und ebenso unerwartet in mir vorhanden sind, auftauchen, sich ergeben.

Praktisch:
Ich erforsche gerade viel, zum Thema rund um den weiblichen Zyklus, unserem Kraftzentrum, der Gebärmutter. Ich hätte gerne zu einem unserer nächsten Tempelabende hier in Stuttgart ein paar gehäkelt oder gestrickte Gebärmütter. Meine Schwester ist darin Perfekt. Mir liegt sowas eher nicht so. Also fragte ich ganz spontan, ob sie mir ein paar häkeln oder stricken würde. Sie war so voller Freude mir mit Ihren Gaben helfen zu können. So erfuhr auch ich Hilfe und gleichzeitig Freude.

So passieren gerade ganz viele kleine und grosse Hilfen und Geschenke.
So spüre ich auch körperlich ganz deutlich eine Öffnung, eine Ausdehnung und Klärung.

Ich trage schon länger eine Verhärtung der Muskulatur im unteren Rücken mit mir herum. Mit Homeoffice, mit noch weniger Bewegung wurde es noch deutlicher spürbar und schränkt mich gerade beim Laufen immer mehr ein. Kurzfristig durch Massage, Bewegung und Akupunktur war es besser. Ging aber nicht wirklich weg und wurde jetzt schlimmer.

Ich war irgendwann an dem Punkt, wo ich spürte, so geht's nicht mehr. Ich brauche Hilfe. Schulmedizinisch abgeklärt, alternativmedizinisch unterstützt. Schmerzen nahmen zu. So bat ich auch hier die grosse Mutter um Hilfe.

Hier kam sie in Form von Inspiration zu mir.

Immer wieder Hinspüren. Feel-Kiss-Flow.
Spezielle Dehnübungen.
1 Woche TCM Kur
Neuerdings auch Yoga.
Meine innere Haltung: Ich darf mich um mich kümmern.....ich darf um Hilfe bitten....ich muss es nicht alleine tun.

Was spüre ich nun seit gut zwei Wochen. Ich spüre wie die Verhärtung langsam schmilzt.
Die Schmerzen verändern sich. Und ich spüre wie eine Art Schutzschild gehen darf. Mein Rückseite öffnet sich.
Manchmal auch durch heisse Tränen, alter emotionaler Schmerz darf schmelzen.
Ich spüre einfach, Frage nicht woher er kommt, gebe mich dem und ihr immer mehr hin.
Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen und es darf sich weiter er-lösen.

Dieser Satz aus dem Sisterhood Manifesto ist für mich im Moment meine Leitlinie, eine Leitlinie, die mich noch näher zu mir führt . Ich verstehe, begreife das Sisterhood Manifesto jetzt noch einmal ganz neu. Eine Möglichkeit alte Glaubenssätze in mir zu erforschen, die mich bislang begleitet haben und vielleicht meinem überleben gedient hatten. Sie aber nun nicht mehr benötige und sie langsam ziehen lassen kann. Es ist eine grosse Einladung, die darin verborgenen und enthaltenen Geschenke in mein Leben wieder willkommen heißen zu dürfen. Es ist keine intelektuelle Übung, sondern wird gelebte Wirklichkeit.

Das Sisterhood Manifesto ~ eine lebendige und kraftvolle Essenz des Kreises.

 

Vielleicht findest Du hier einen Satz, der dich im Moment gerade sehr anspricht und Du damit gehen möchtest und vielleicht magst Du zu einem unserer nächsten Tempelabende kommen und den Kreis mit Deiner Präsenz bereichern?