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Die Kunst des Erinnerns

Du musst nichts werden

 

Viele von uns tragen die Vorstellung in sich, dass wir noch nicht angekommen sind.

 

Wir glauben, wir müssten uns weiterentwickeln, heilen, transformieren oder spirituell wachsen, um irgendwann vollständig zu sein. Wir suchen nach dem nächsten Seminar, dem nächsten Buch oder der nächsten Erkenntnis, die uns endlich an den Ort bringen soll, an dem wir sein möchten.

 

Doch was wäre, wenn genau diese Suche uns von dem entfernt, wonach wir uns sehnen?

 

Die Basis meiner spirituellen Praxis ist die Erkenntnis, dass wir das, wonach wir suchen, bereits sind.

Tief in uns gibt es einen Ort, der nie verletzt wurde, der nie mangelhaft war und der nichts hinzufügen oder verbessern muss.

 

Dieser Ort ist nicht das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Er ist immer da. Oft verborgen unter Schichten von Erfahrungen, Überzeugungen und Geschichten über uns selbst, aber dennoch unverändert gegenwärtig.

 

Der spirituelle Weg ist deshalb nicht unbedingt ein Weg des Werdens. Vielmehr ist er ein Weg des Erinnerns.

Er erinnert uns daran, wer wir sind, bevor wir gelernt haben, uns klein zu machen.

 

Bevor wir glaubten, etwas leisten zu müssen, um wertvoll zu sein. Bevor wir begannen, uns von uns selbst zu entfernen.

Vielleicht geht es nicht darum, eine bessere Version von Dir zu erschaffen.

Vielleicht geht es darum, sanft all das einzuladen und loszulassen, was Du nie wirklich warst.

 

Nimm Dir heute einen Moment Zeit und frage Dich:
Wer bin ich ohne die Geschichte, die ich gerade über mich erzähle?